Dienstag 06. Juni 2017

Hollywood-Crew. Foto: Hanse Gehring
Hollywood-Crew.

Zum krönenden Abschluss des gestrigen Abends hat unser Kochteam nochmal alles gegeben: Leckeres vom Grill mit diversen Salaten, Dips, Rohkost, Salzkartoffeln und Bohnen. Wie immer war auch die Menge optimal kalkuliert, keiner ist hungrig vom Tisch aufgestanden.

Die Nacht blieb trocken, so dass wir nochmal ausgiebig das Lagerfeuer genießen konnten. Außerdem mussten ja unsere diversen Bauteile aus Paletten wie z.B., Treppenaufgänge in den Materialbus, den Kühlanhänge, die Hollywoodschaukel (heul) sowie die Verschalungen für unsere Betonfußabdrücke verbrannt werden. Super Begründung, um sich ja nicht zu früh in den Schlafsack zu zwängen. Obwohl, wer braucht schon eine Ausrede, denn bis zu unserem nächsten Zeltlager mit so vielen Menschen dauert es ja wieder eine halbe Ewigkeit.

Heute Morgen sah der Himmel gut aus. Mit ziemlich viel Blau und kaum Wolken, aber die Wetter-Apps prophezeiten ab Mittag Regen. Wie haben wir das eigentlich früher hinbekommen? Sei’s drum. Besser wissen, was auf einen zukommt. Also Gas geben. Schon vor dem Frühstück waren viele Zelte fast leer geräumt.

Danach the same procedure as every day: Gruppenleiterbesprechung. Wer ist für was verantwortlich und wie sieht der Ablauf zeitmäßig aus. Was soll ich sagen, wir mussten uns nur noch kurz abstimmen und dann lief alles wie am Schnürchen. Von den Asylis waren nur noch wenige Erwachsene übrig geblieben, die anderen hatten gestern schon Abreisetag. Wie sollte das mit dem Zeltabbau funktionieren? Das Küchenteam musste wie auch immer das ganze Kochequipment wieder in die Überwinterungsboxen pressen, also eigentlich keine Zeit, das Schlafzelt abzubauen.

Mit dem wäre es ja auch nicht getan gewesen. Erst mal die Seitenwände zum Trocknen hochzurren. Dann die Faulstreifen und vor allem die Zeltböden schrubben. Dann alles zusammen legen und mit Presspassung irgendwie in die Säcke bekommen.

Alles kein Problem, alle haben geholfen, so dass der riesige Suchtrupp sogar schon vor dem Mittagessen jedes noch so kleine Fitzelchen Müll von den (wie viele waren es noch gleich?) Terrassen zusammen geklaubt hatte. An diesem Punkt ist noch zu erwähnen, dass während der ganzen Zeit alle so vernünftig waren, ihren Abfall tatsächlich auch in bereit gestellten Säcke zu entsorgen. Der Vortrupp hatte sie klugerweise an den strategisch wichtigen Punkten platziert.

Diverse Fundgegenstände gab es dennoch. Sie haben bis auf ca. 5 Socken und einem Duschtuch jedoch alle ihr Herrchen wiedergefunden. Sogar die fehlenden 2 Wendlinger Löffel sind wieder aufgetaucht: Großes Drama, es gab deswegen sogar Tränen.

Die Lobesrunde wollen wir natürlich nicht unterschlagen. Applaus für das tolle Essen, für den Zeltlagerleiter Rainer und die Neidlinger Holzmacher. Mir fallen da noch die Musikanten ein, die Workshopleiterinnen, Fotografen, Einkäufer und Getränkeverkäufer. Auch die großzügigen Menschen, die uns ihre Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Vor allem natürlich die Gruppenleiter: Urlaub nehmen, immens viel vorbereiten und Verantwortung haben. Und für was? Ich bin mir sicher, dass ihr euren Kids eine geniale Zeit ermöglicht habt, die sie ihr Leben lang nicht vergessen werden.

Dann waren da noch einige wichtige Menschen, die im Hintergrund agiert haben. Indem sie gesehen haben wo es fehlt, und dann einfach „gemacht“ haben. Namen gibt es jetzt keine, womöglich würde ich jemanden vergessen. Ich sehe zwar nicht besonders gut, aber so was sehe ich schon.

Zuletzt ein ganz großes Dankeschön an alle, die dabei waren. Ohne dass jeder sein Möglichstes z.B. mit Küchen- und Sanitärdienst beigetragen hat, würde so ein event gar nicht funktionieren.

Endlich kam dann der Metzger mit dem Fleischkäse. Der könnte das mit der Pünktlichkeit auch noch mal üben. Aber dafür hatten wir alles abgehakt, was noch zu sagen gewesen wäre. Noch ein bis drei LKWs verspeisen, ehe es in die Schlafbusse des KVs ging.

Die Ausladeaktion im DRK Kreisverband war easy - weil wie schon gehabt - ganz viele Menschen vieles bewegen bzw. aufräumen können. Aber wer weiß schon, was wohin kommt? Deshalb leider keine Fotos, weil ich schlichtweg keine Zeit hatte.

Bei so vielem Positiven habe ich doch noch was anzumeckern: Ich sehe aus wie ein gerupftes Huhn und muss meinen mitleidigen DRK-Kollegen morgen meine Flecken im Gesicht erklären (ich sage da nur Schnakeninvasion in der Dusche). Die finden eh jedes Mal, dass ich müde und fertig wäre. Keine Ahnung, wie die darauf kommen. Zweitens ist jetzt alles vorbei. Ich finde es echt ätzend, dass wir noch so lange bis zum nächsten Mal warten müssen.

Ines

 
Foto: Ines Baur
456 Kb
Foto: Ines Baur
471 Kb
Foto: Ines Baur
261 Kb
Foto: Ines Baur
334 Kb
Foto: Ines Baur
393 Kb
Foto: Ines Baur
334 Kb
Foto: Ines Baur
381 Kb
Foto: Ines Baur
433 Kb
Foto: Ines Baur
385 Kb
Foto: Ines Baur
377 Kb
Foto: Ines Baur
458 Kb
Foto: Ines Baur
451 Kb
Foto: Ines Baur
339 Kb
Foto: Ines Baur
405 Kb
Foto: Ines Baur
362 Kb
Foto: Ines Baur
360 Kb
Foto: Ines Baur
359 Kb
Foto: Ines Baur
406 Kb
Foto: Ines Baur
324 Kb
Foto: Ines Baur
366 Kb
Foto: Ines Baur
257 Kb
Foto: Hanse Gehring
224 Kb
Foto: Hanse Gehring
277 Kb
Foto: Hanse Gehring
250 Kb
Foto: Hanse Gehring
295 Kb
Foto: Hanse Gehring
374 Kb
Foto: Hanse Gehring
257 Kb
Foto: Hanse Gehring
363 Kb
Foto: Hanse Gehring
388 Kb
Foto: Hanse Gehring
392 Kb
Foto: Hanse Gehring
328 Kb
Foto: Hanse Gehring
355 Kb

Seite druckenSeite empfehlennach oben