Montag 20. Mai 2013

Die Motten der letzten Jahre. Foto: Ines Baur
Die Motten der letzen Jahre.

Vielleicht mag es manchem nicht besonders originell erscheinen, dass wir so oft über das Wetter berichten. Hält man sich allerdings vor Augen, dass wir uns fünf Tage ausschließlich im Freien aufhalten, geht wahrscheinlich ein Lichtle auf. Kurz und gut: Die Voraussage hatte nicht recht. Statt Dauerregen eisiger Wind, der zum Glück die Schneewolken vertrieb. Sogar die wirklich abgehärteten Kids des Kochteams mussten mit einer Zeltheizung versorgt werden.

Dazu noch die Probleme mit dem frischen Holz, das nicht ordentlich brennen wollte. Eine hohe Kunst, über 100 schnatternde Farmer aufzuwärmen. Folglich war unser Vorrat heute Morgen aufgebraucht, fast kein Tannennädelchen, geschweige den Ästchen mehr zu finden. Also fuhren unsere fleißigen Jungs und Mädels mit Handschuhen bewaffnet wieder in den tiefen Wald.

Trotz allem war die Nacht für viele relativ kurz. Um 2.30 Uhr konnte man noch ordentlich Palaver rund ums Lagerfeuer beobachten. Eine Handvoll ist vorsichtshalber überhaupt nicht ins Bett, der Schlafsack könnte ja klamm sein. So kam es dann auch, dass sich zum ersten Mal keine kilometerlange Schlange vor dem Frühstücksbuffet gebildet hatte.

Interessanterweise sind dieses Mal alle völlig wild aufs Basteln. Wahrscheinlich hätten wir heute nicht fünf verschiedene Workshops anbieten sollen, denn so fiel die Entscheidung natürlich schwer. Voller Panik was Tolles zu verpassen, legten einige Kinder den Turbogang ein, um wenigstens drei Dinge fertig zu bekommen. Der Bauernmarkt entpuppte sich als das absolute Highlight zum Schluss. Jede Gruppe hatte einen ausgefallenen Spielstandfür das vergnügungstüchtige Volk vorbereitet. Das ging z. B. vom Wettsägen über Kartoffellauf bis hin zum Kuhmelken. Obligatorisch auch die Buttons. Alte Hasen haben schon einen ganzen Hut voll, so dass man ganz easy die Motten der letzten Jahre Revue passieren lassen kann.

Der Menüvorschlag Kinder am Spieß wurde fast einstimmig abgelehnt. Dafür gibt es Gegrilltes aus dem offenen Kamin. Ich wäre ja mit den Beilagen schon völlig glücklich. Folienkartoffeln, Maiskolben, verschiedene Saucen und Sourcream. Das ist aber noch nicht alles, sondern es werden auch noch Cowboybeans und diverse Salate kredenzt. Gegen später werden hoffentlich alle satt (wenn auch nicht sauber) die letzte Nacht bei wohlklingendem Gesang rund ums Feuer verbringen. Wobei sich das Alternativprogramm für die Minis sehr verlockend anhört: Im beheizten Zelt in den Schlafsack kuscheln und sich spannende Geschichten vorlesen lassen.

Ines Baur

 
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