Wer hebt ab, wenn wir 112 wählen?

Disponentenarbeitsplatz in der Rettungsleitstelle. Foto: Luisa Glotzmann
Disponentenarbeitsplatz in der Rettungsleitstelle.

Dieser Frage ging das JRK-Nürtingen am Samstag, den 19. Januar, nach. Die für unsere Region zuständige Leitstelle befindet sich in Esslingen am Neckar. Das Gebäude in dem die Feuerwache und Rettungsdienstleitstelle untergebracht ist, wurde 2009 bezogen. Eine Leitstelle ist ein besonders geschützter Bereich. Auf Grund der Sicherheit werden in dem Raum, in dem die Disponenten und Telefonisten sitzen, alle Gespräche von vier unabhängigen Computern aufgezeichnet.

JRK Nürtingen beim Besuch der Rettungsleitstelle Esslingen. Foto: Isabel Moritz-Brost
JRK Nürtingen beim Besuch der Rettungsleitstelle Esslingen.

Die Leitstelle in Esslingen ist eine gemeinsame Leitstelle. Das bedeutet, dass Feuerwehr und Rettungsdienst in einem Raum sitzen, aber mit verschiedenen Computerprogrammen und Telefonanlagen arbeiten. Vier der acht Arbeitsplätze werden vom DRK belegt und der Rest von der Feuerwehr. Alle Notrufe unter 112 kommen zuerst bei der Feuerwehr an und werden dann an den Rettungsdienst weiter verbunden. Der Telefonist muss dann alle Angaben in eine Einsatzmaske im Einsatzleitrechner eingeben. An seinem Arbeitsplatz gibt es noch einen zweiten Rechner (Bildschirm rechts außen), der unabhängig vom Einsatzleitrechner arbeitet. Außerdem befindet sich noch eine Tastatur, eine Maus, eine Funkanlage, die Telefonanlage sowie ein Katalog mit Abkürzungen auf dem Schreibtisch des Mitarbeiters. Die Angestellten haben rund 1.000 Anrufe pro Tag zu bearbeiten. Zum Ärger der Mitarbeiter gibt es auch öfters Missbrauchsfälle der Notrufnummer. Dieses Fehlverhalten ist strafbar. In der Leitstelle können selbst unterdrückte Rufnummern dem Besitzer zugeordnet werden. Für die schöne und interessante Führung bedanken wir uns recht herzlich bei Ingo Leitenberger.

Luisa Glotzmann

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