Schiff ahoi…

Teilnehmer des Raftings. Foto: Nabu; Michael
Teilnehmer des Raftings.

Am 18.07.2015 trafen sich ein Teil des JRK Holzmadens sowie Steffi und Axel Arnold vom JRK Nürtingen, um eine gemeinsame Raftingtour auf dem Neckar zu erleben. Bootsfahrt würde dem Ganzen eher gerecht werden als Rafting.

Wir trafen uns direkt am Pegelhäuschen in Wendlingen, wo uns unser Guide Michael vom NABU Esslingen schon erwartete. Nach einer Begrüßung erfolgte die Einweisung ins Boot und das Anlegen der Schwimmwesten und Sicherheitshelme.

Dann ging es los. Wir sollten mit dem Boot das Wehr runterfahren. Allen Teilnehmern war gar nicht so wohl bei dem Gedanken, aber Michael machte uns Mut. Er meinte: „Wir setzen uns jetzt alle in den hinteren Teil des Bootes und rutschen mit dem Boot runter. Irgendwann bleibt das Boot von alleine stehen und dann zeigt das Vorderteil des Boots in die Luft. Dann klettern alle einzeln nach vorne und legen sich bäuchlings auf den Bootsrand und ich geb’ dem Boot einen „Schucker“ und dann geht´s los. Mund zulassen!!!!“ Wie unser Guide gesagt hat, befolgten wir die Anweisungen, schickten noch ein kurzes Stoßgebet gen Himmel und hofften, dass alles gut gehen wird. Kaum nachgedacht, glitten wir mit dem Kopf unter Wasser und das ganze Spektakel war beendet J.

Jetzt galt es sich im Boot zu positionieren und das erhaltene Paddel gleichmäßig einzusetzen. Das war nicht immer ganz einfach, da der Taktgeber der rechten Seite nicht immer Lust auf paddeln hatte.

Michael erzählte uns während der Fahrt interessante Dinge über den Neckar und fragte die Teilnehmer wie lange der Neckar sei und wo er denn entspringen würde.

Der ein oder andere wollte die Wassertemperatur testen und verließ dabei nicht ganz freiwillig das Boot. An der Stelle, wo die Lauter in den Neckar fließt, konnten sie dann feststellen, dass die Lauter einiges kälter als der Neckar ist.

Viel zu schnell ging die Zeit vorüber und wir kamen am Ausstieg an dem ehemaligen Landesgartenschaugelände an. Nun hieß es nochmals Muskelkraft, denn das Boot musste aus dem Wasser geholt und einen Abhang hoch getragen werden. Dazu bildeten wir 2 Menschenketten und zogen mit vereinten Kräften das Boot nach oben. Trugen es zum Umweltzentrum und verstauten es auf dem Anhänger.

Dann hieß es auch schon Abschied von unserem Guide zu nehmen. Er hatte sich einen großen Applaus verdient, denn der Vormittag mit ihm war echt toll und kurzweilig.

Mit dem Wetter hatten wir totales Glück. War es in den Tagen zuvor noch tropisch heiß mit Temperaturen um die 35°C, lagen an diesem Samstag die Temperaturen bei angenehmen 25°C. Der Regen setzte erst ein, als wir am Parkplatz waren.

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl beschlossen wir im Vorfeld nicht zu grillen, sondern das Forellenfest in Wendlingen besuchen. Als wir ankamen, hatte das Fest leider noch nicht begonnen. So beendeten wir den Tag beim „goldenen M“. Weil dort zufälligerweise Familientag war, konnten wir uns an der Spielstraße vergnügen.

Es war ein superschöner Ausflug, der Jung und Alt viel Spaß gemacht hat und jedem zu empfehlen ist. Tenor der Gruppe: „Wenn man mit dem Auto am Neckar entlang fährt, kommt einem dieser nicht so landschaftlich schön und idyllisch vor, wie wenn man darauf paddelt.“

Weitere Infos unter http://www.nabu-kreis-es.de/projekte-und-seminare/neckar-erleben-touren/. Es finden auch Terminfahrten statt, so dass man nicht ein ganzes Boot voll bekommen muss. 

Michaela Böhm-Kling

Seite druckenSeite empfehlennach oben