Instandsetzungswochenende 06. bis 08. September 2013

16 Jugendrotkreuzler haben das Behinderten- und Freizeitheim „Alter Bahnhof Marbach“ an einem Wochenende wieder auf Vordermann gebracht.

Der Koch bei der Arbeit. Foto: Ines Baur
Der Koch bei der Arbeit.

Das war jetzt die offizielle Version. Wollt ihr wissen, wie es wirklich war?

In diesem Sommer habe ich mir erlaubt, ausnahmsweise 3 Wochen Urlaub zu nehmen. Keine Chance, vor den Ferien genügend Anmeldungen für das Instandsetzungswochenende zu bekommen. Dann auch noch kurz vorher die Hiobsbotschaft von Küchenfee Sabine: „Ich kann nur am Freitag kochen, denn Samstag und Sonntag muss ich arbeiten“.

Was macht die verzweifelte Sozialarbeiterin? Hilfe-Mails in die Tastatur hämmern und Telefonaktionen starten. Gibt mir jemand eine Entschädigung für schlaflose Nächte? Ich sage nur eins: Auf meine JRKler kann ich mich halt verlassen.

Toni hat die Verpflegung von Samstag bis Sonntag übernommen. Ich hätte ja liebend gerne gekocht, aber mir fehlten Menschen mit Motorsägenschein. Sägen ist für mich kein Problem, aber das Teil zu putzen und die Kette zu schleifen – das ist nicht so mein Ding. Aber ich hab’ den Schein, und Toni nicht…

Die Verköstigung war wirklich der Hammer.

Ich konnte erst am Samstag im Morgennebel kommen und Sabine hat mir Wurstsalat von Freitagabend zum Frühstück aufgehoben. Ein Traum! Der Maultaschenauflauf und der Braten mit Pilzsauce von Toni haben mir dann mit Sicherheit das heftig erkämpfte Normalgewicht zerstört. Egal, das war es wert.

 

Schaffer auf Hochtouren

Stufi und Marc aus Wendlingen hatten sich auch noch überreden lassen, Tobi war ja schon klar. Neuen Manpower stellte das JRK Neidlingen mit 5 Mann. Marc und Vanessa (Großbettlingen) waren die ersten zugesicherten Helfer, ebenso Jörg, Christian und Sarah aus Weilheim. Nicht zu vergessen Susanne (von den Fossilen Grufties), die penibel alle Spiele sortiert hat.

Kurz und gut: Wir haben in der Hauptsache ca. 6,5 Festmeter Holz (Stämme) gesägt, gespalten und aufgesetzt. Daneben erledigten wir noch kleinere Reparaturarbeiten wie die Schiebetüre zum Schlafraum im EG gängig machen (d.h. die komplette Wandverkleidung ab- und wieder anmontieren), Silikonfugen in der Küche erneuern (Hochachtung!), Bretter vom Zaun ersetzen (Herbert und Marc) und Holzkram entsorgen. Huch, was brennt denn da?

Etwa die Hälfte der Matratzenbezüge war so versifft, dass ich sie zum Waschen mitgenommen habe. Das Dumme ist, dass nur 3 Teile in meine Waschmaschine passen. Die Spannbettücher und Gardinen waren ja eh obgligatorisch. Dann noch ein bisschen Putzlappen, Geschirr- und Handtücher. Ich hatte in der folgenden Woche echt das Problem, meine vorgeschriebene Arbeitszeit im KV mit meiner Waschmaschine zu koordinieren.

Resumee

Es gab keine Verletzungen und wir haben all’ das geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Die Holzspalter waren wirklich ein Bild für Götter. Ihr dürft an dieser Stelle zwar ein paar Bilder anschauen, aber live ist halt doch noch eine ganz andere Nummer.

Fragt sich nur, wer uns das dankt. Das Holz kostet ein paar Hundert Euro, und die Beleger verbrennen es manchmal im Unverstand. Hat jemand eine Idee, wie wir den Verbrauch reduzieren können?

Immerhin durften die Holzwürmer als kleines Bonbon noch 2 massive Holzbänke für unser Bahnhöfle bauen.

Das Küchenteam hat außerdem noch Vorarbeit für das Putzwochenende geleistet, indem es alle Schränke, Schubladen und Türen in der Küche gereinigt hat. Außerdem noch die Saugaktion unter den Matratzen, was immer sehr viel Zeit kostet.

Vielen Dank nochmal an all’ die Fleißigen, denen Marbach so viel Wert ist.

Ines

Bilder

Hier geht es zu den Bildern vom Instandsetzungswochenende.

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