Großer Rettertag an der Grundschule Neuffen am 21. Juni 2017

Rettungshund Chaja. Foto: Ines Baur
Rettungshund Chaja.

Nach ca. einem Jahr Vorbereitungszeit war es am Mittwoch den 21. Juni 2017 endlich soweit. Die Neuffener Grundschüler durften einen ganz besonderen Tag erleben. Auf dem Schulhof hatten sich viele der ortsansässigen Hilfsorganisationen versammelt um sich den Kindern zu präsentieren.

Um 8:30 Uhr trafen sich alle Schülerinnen und Schüler der Grundschule Neuffen auf dem Schulhof. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Konrektorin Frau Hecke führten ein Paar Schüler der dritten Klasse einen kurzen Sketch zum Thema Fettbrand auf. Feuerwehrkommandant Veith Probst führte zusammen mit seinen Feuerwehrkammeraden einen Fettbrand vor. Nach einer eindrucksvollen Vorstellung wusste jedes Kind, dass man einen Fettbrand niemals mit Wasser löscht, sondern am besten abdeckt. Danach teilten sich die Klassen auf. Die dritten und vierten Klassen gingen ins Schulgebäude, wo ihnen die Feuerwehr das Brandhaus vorstellten und die Mitglieder der DLRG Neuffen-Beuren die Baderegeln näher brachten. Ein Polizeibeamter des Polizeiposten Neuffen zeigte den Kindern wie man Täter mit ihrem Fingerabdruck identifizieren kann. Und die Kinder erhielten eine Urkunde mit ihrem einzigartigen Fingerabdruck. Außerdem konnten sich die Kinder beim Basteln und Malen künstlerisch betätigen.

Die kleinsten der Schule starteten, aufgeteilt in acht Gruppen, im Außenbereich. Rund um das Schulhaus hatten sich die Helfer von DRK, Polizei; DLRG und Rettungshundestaffel Nürtingen positioniert. Im unteren Schulhof war das Jugendrotkreuz mit dem Bärenhospital und die Feuerwehr mit zwei seiner Fahrzeuge zu finden. Im Notfall-KTW des DRK wurde den Kindern gezeigt, wie ein Stethoskop funktioniert und wie man am Finger den Sauerstoffgehalt des Blutes messen kann. Alles ganz schmerzlos! Das fanden die Kinder ganz toll und sie verloren ihre Angst vor dem großen Auto. Danach ging es zu den Rettungshunden! Im Nachhinein wohl die beliebteste Station der Schüler. Denn hier wartete die Rettungshündin Chaja und ihr Hundeführer Nicolas Herdin auf sie. Chaja zeigte ihr Können und suchte das ein oder andere Kind. Dabei war sie immer erfolgreich und beeindruckte die kleinen Hundefans.

Der Polizeiposten Neuffen kam nach der Rettungshunde-Station. Auch hier strahlten die Kinderaugen, denn die Kinder durften im Auto Platz nehmen und den Polizeibeamten jede Menge Fragen stellen. Auch die Ausrüstung der Polizisten wurde genau unter die Lupe genommen und jeder Knopf im Auto untersucht.

Bei der DLRG Neuffen-Beuren war dann die Treffsicherheit der Grundschüler gefragt. Ein Ball im Netz an einem Seil musste über einen Dummy geworfen und dann zurückgezogen werden. So üben die Rettungsschwimmer wie man einer Person im Wasser einen Rettungsring zuwirft und ihn dann aus dem Wasser rettet. Das war gar nicht so einfach, aber trotzdem richtig lustig.

Bei der Feuerwehr wurde den Kindern mal richtig klar, wie schwer so eine Feuerwehrausrüstung in Wirklichkeit ist. Zum Teil im Selbstversuch hatten die Kinder die Ausrüstung angelegt und kamen bei den sommerlichen Temperaturen sehr ins Schwitzen. Der nette Feuerwehrmann zog für jede Gruppe seine Ausrüstung inklusive Maske und Sauerstoffflasche an und wieder ab. Und im Feuerwehrauto konnten die Kinder die vielen Schläuche und Geräte, die so in einem Feuerwehrauto stecken anschauen. Da schlug doch das ein oder andere Kinderherz höher, denn viele der kleinen Jungs wollen früher oder später mal selbst Feuerwehrmann werden.

Nun ging es weiter zum Jugendrotkreuz. Hier zeigte Isabel Moritz-Brost und ihre Kollegin Ines Baur den Kindern wie die Erste Hilfe funktioniert. Schnell lernten die Kinder wie man Wunden verbindet und mit viel Freude und Elan wurden die Klassenkameraden verbunden und verpflastert.

Die Grundschulturnhalle hatte sich an diesem Tag in eine Rettungswache verwandelt und die Schüler wurden zu kleinen Rettungsassistenten und durften dort mit einem „Rettungswagen“ (Rollbrett) den kleinen Phillip (eine Handpuppe) retten. Dabei mussten sie mit dem Rollbrett Pylonen umfahren und über eine Bank hüpfen, den Patienten in Empfang nehmen und dann ins Krankenhaus bringen und an den „Arzt“ übergeben. Diese Station wurde von zwei Mitarbeitern des Roten Kreuzes betreut.

Danach waren die kleinen Schüler doch etwas außer Atem und froh über die anstehende Pause und den Wechsel der Gruppen.

Nachdem die Dritt- und Viertklässler alle Stationen im Außenbereich durchlaufen hatten und die kleinen Schüler ihren Spaß im Schulgebäude hatten, trafen sich alle Klassen und Helfer um 12.30 Uhr vor dem Schulgebäude. Alle Kinder nahmen auf der Treppe Platz und Frau Maier dankte allen beteiligten Personen. Zum Dank erhielten alle Helfer eine süße Überraschung und die Kinder bekamen von ihren Klassenlehrern eine Urkunde für die Teilnahme am Rettertag. Nach einem tosenden Applaus durften die Kinder nach Hause gehen und alle Helfer und Organisatoren des Tages waren sich einig: Das war ein toller Tag für alle und eine Wiederholung wurde nicht ausgeschlossen.

Jessika Glohr

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