Flughafenfeuerwehr Stuttgart

Gruppenbild Flughafenfeuerwehr. Foto: Ulrich Brost
Gruppenbild Flughafenfeuerwehr.

Am 24.10.15 traf sich eine wild zusammen gewürfelte Gruppe vor dem DRK in Nürtingen mit dem Ziel, die Flughafenfeuerwehr Stuttgart zu besuchen.

Nachdem die Teilnehmer auf die Busse verteilt waren, ging es los. Die Fahrt war aufregend, denn jeder überlegte sich, was ihn wohl erwarten würde.

Am Flughafen wurden wir bereits erwartet und konnten „hinter die Kulissen“ gehen. Wir durften den Sicherheitsbereich betreten, nachdem wir und unsere Taschen gründlich durchleuchtet waren. Jeder von uns erhielt ein Schildchen mit der Aufschrift „Besucher“ und alle wurden noch aufgeregter. Danach ging es direkt zu „unserem“ Gate, wo auch schon ein Rollfeldbus nur auf uns wartete.

Die Fahrt übers Rollfeld war spannend und so mancher Teilnehmer bekam glänzende Augen, da er vorher noch nie so nah an die großen Flugzeuge herangekommen war.

Am hinteren Teil des Rollfeldes befindet sich die Flughafenfeuerwehr. Wir versammelten uns um einen großen Glaskasten in der Eingangshalle des Gebäudes. In diesem Glaskasten ist der gesamte Flughafenbereich in Miniaturformat aufgebaut. Wir bekamen kurz die einzelnen Gebäude erklärt, ehe wir dann im Gänsemarsch durch das gesamte Gebäude stiefelten.

Unser Referent zeigte uns den Aufenthaltsraum der Feuerwehrleute und den fantastisch ausgestatteten Notfall-Behandlungsraum. Außerdem bekamen wir im Kellergeschoss den Trainingsraum zu sehen, denn Feuerwehrmänner müssen jede Woche trainieren, um sich fit zu halten. Es gibt ein vorgegebenes Trainingsprogramm und immer wieder Prüfungen, die jeder durchlaufen muss. Wer solch eine Prüfung nicht besteht, muss den Dienst am Flughafen aufgeben.

Das „Herzstück“ des Gebäudes war für uns ein Highlight. Die wirklich so richtige „Dunkelkammer“ ist mit speziellen Nachsichtkameras ausgestattet. Hier üben die Feuerwehrleute unter Aufsicht in regelmäßigen Abständen einen Brandeinsatz unter extremen Bedingungen: absolut keine Sicht, super enge und waghalsige Raumverhältnisse, Steigungen und Gefälle, sowie das Verhalten bei unvorhersehbaren Ereignissen wie z.B. eine Feuerexplosion (diese kann per Knopfdruck vom Übungsleiter simuliert werden). Auch ein Flugzeugrumpf befindet sich in diesem Raum.

Nebenbei erfuhren wir, dass viele andere Flughafenfeuerwehren, z.B. von München und Wien öfters im Jahr zu Übungen nach Stuttgart kommen, weil in Stuttgart die bestausgestattete Flughafenfeuerwehr Deutschlands ist, sowie die besten Flughafenfeuerwehr-Ausbilder. 

Danach ging’s zu den Fahrzeugen. Genau in diesem Moment kam eine Einsatzmeldung und wir wurden Zeugen, wie schnell die zuständigen Feuerwehrleute einsatzbereit waren. Die Feuerwehrleute rutschten direkt neben uns die Stange runter – und weg waren sie. 

Dennoch wurde uns erkärt, wofür die riesigen Einsatzfahrzeuge in der Garage eingesetzt werden. Da gibt es Feuerwehrautos mit Stachel, um einen Flugzeugrumpf aufzubohren, da gibt es Feuerwehrautos mit Hochleistungsdüsen für Wasser oder Schaum und da gibt es noch viele andere große und kleine Fahrzeuge. Es war echt beeindruckend. Die Reifen des größten und über eine Million teuren Feuerwehrautos waren fast so groß wie ich. 

Nach einer super interessanten und kurzweiligen Führung durch das Gebäude der Flughafenfeuerwehr Stuttgart verabschiedeten wir uns von unserem alltagserprobten Referenten. Auf der Heimfahrt wurde noch sehr intensiv über das eine oder andere diskutiert, was wir an diesem Nachmittag Neues erfahren hatten

Es war ein sehr schöner Ausflug. Vielen Dank für die tolle JRK-Veranstaltung

Sabine Moritz

Bilder

 
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